Neuhaus a.Inn 

Die CSU gibt sich ein neues Grundsatzprogramm und der Kreisverband Passau Land arbeitet daran mit. Initiiert von stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden Stephan Dorn und CSA-Kreisvorsitzenden Josef Himsl trafen sich Sozialpolitiker und Experten wie Dr. Peter und Elisabeth Hück zu einem Workshop, um Leitplanken für die Gesundheitspolitik zu formulieren. Laut Stephan Dorn gehe es darum, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern zu sichern. Dazu gehöre eine quantitative und qualitative flächendeckende Versorgung mit Haus- und Fachärzten in allen Regionen einschließlich dem flachen Land.

Aktuell ist die Versorgung in den meisten Gebieten noch gut. So liege sie in den fünf Planungsregionen für Hausärzte im Landkreis überall noch über 100 %. Alarmierend sei allerdings, dass das Durchschnittsalter der Ärzte überall deutlich über 50 liegt und weit über 70 Hausärzte im Landkreis Passau über 60 Jahre alt sind. Bedenkt man die lange Ausbildungszeit, so können Engpässe in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Hinzu kommt, dass immer weniger junge Ärzte bereit sind, sich als Hausärzte auf dem Land niederzulassen. Der hohe Anteil von Frauen unter dem Medizinernachwuchs trägt dazu bei, da manche die Vereinbarkeit von Kindern und einer Landarztpraxis als besonders schwierig erachten. Die Zahl der Medizinstudienplätz in Deutschland zu erhöhen. Wenngleich Bayern bereits viel in dieser Richtung unternimmt, reicht dies nicht aus. Man fordert daher, dass zum Beispiel in München durch einen Studienanfang im Sommer und im Winter die Zahl der Studienplätze erweitert wird. In Anbetracht des drohenden Ärztemangels müssten Maßnahmen aus Zeiten der drohenden Ärzteschwemme korrigiert werden. Mit einer größeren Anzahl Studienplätzen könne man zumindest mittelfristig Lücken schließen.

Bedenkt man allerdings, dass ein Studienanfänger des Jahrgangs 2023 wegen der langen Studien- und Ausbildungszeit voraussichtlich erst 2035 eine Praxis übernehmen könne, müsse man auch vorab handeln. Eine Lösung sei eine längere Arbeitszeit der aktuell tätigen Ärzte. Ein wesentlicher Schlüssel sei, Hemmnisse abzubauen. So berichtete das Ärzteehepaar Hück von Problemen mit technisch nicht ausgereiften Digitalisierungstools. Grundsätzlich sei Digitalisierung gut, wenn sie im Einzelfall sinnvoll ist und funktioniere. Aktuell überwiegt aber die Zusatzbelastung durch Schnellschüsse im Bereich der Digitalisierung und der Bürokratie. Ärzte werden gezwungen, sich mehr mit der Bürokratie als mit den Patienten zu beschäftigen. Die CSU Passau-Land und CSA fordern daher, dass vor der Umsetzung neuer Schritte mehr Praktiker in die Gremien berufen werden. Ein Kritikpunkt ist auch das TSVG. Ziel des Terminservice- und Versorgungsgesetzes war es, dass gesetzlich Versicherte schneller einen Termin beim Arzt bekommen. Folge ist eine Vergütungslücke für Ärzte.

Man war sich einig, dass das Gesundheitssystem auf der einen Seite bezahlbar bleiben muss, die in Deutschland gewohnte qualitativ hochwertige ärztliche Versorgung für alle aber ihren Preis hat. Gerade eine christliche Partei müsse dafür stehen, dass alle Menschen auch in Zukunft Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung haben.

Diskutiert wurden weitere Aspekte der medizinischen Versorgung, wie Videosprechstunden, die aber maximal eine Ergänzung sein können. Ein weiteres Thema waren die Medizinischen Versorgungszentren. Darin sah man aber kein Standardmodell für Hausärzte im ländlichen Raum.

Ein weiteres Thema war der Zugang zu Studienplätzen. Neben pro und contra NC will man bei einem nächsten Treffen diskutieren, ob es Möglichkeiten zu einer früheren Rückholung von Medizinstudenten im Ausland gibt. So sei es denkbar, dass angehende Mediziner, die zum Beispiel in Österreich oder Ungarn das Studium wegen anderer Zugangsbedingungen beginnen, während des Studiums nach Deutschland wechseln. Dies könne die Möglichkeit erhöhen, diese später für Arztsitze im Inland zu gewinnen. Konkrete Forderungen aus dem ersten Workshop an die Parteispitze sind die kurzfristige Erhöhung der Medizin-Studienplätze, eine Evaluierung der beschlossenen Digitalisierungsschritte und eine kritische Dikussion zu den Auswirkungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes.

Es diskutierten zum Thema Gesundheitsversorgung mit (v. l.) Landtagskandidatin Eva Resl, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, Bürgermeister und stv. CSU-Kreisvorsitzender Stephan Dorn,  Kreisrat Josef Schifferer, CSA-Kreisvorsitzender Josef Himsl sowie Dr. Pater und Dr. Elisabeth Hück (Foto Himsl).

Kelheim. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CSA-Talk to You!“ hatte kürzlich der CSA-Kreisverband Kelheim in das Weiße Brauhaus in Kelheim geladen. CSA-Kreisvorsitzende und stellvertretende CSA-Bezirksvorsitzende Anita Mayer freute sich sehr über die rege Teilnahme.

Bürgermeister Christian Schweiger berichtete über Aktuelles aus der Stadtpolitik und die wirtschaftliche Lage in der Kreisstadt Kelheim. Ansässige Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter sozialer Verbände tauschten sich über wichtige Themen des Arbeitsalltags aus. Zukunftsideen, die die Kreisstadt Kelheim als besonders guten Standort für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber darstellt, wurden aufgezeigt und diskutiert.

Im Fokus der CSA – als sozial geprägter Arbeitnehmerflügel innerhalb der CSU – stehen Arbeitnehmer und Rentner, die mit ihrer aktuellen Situation unzufrieden sind. Die CSA bietet ihnen eine Plattform und wirkt anschließend auf politischen Ebenen ein, mit dem Ziel, Verbesserungen zu erzielen. Die Kernaufgabe, so Anita Mayer, sei das soziale Umfeld innerhalb der CSU.

In der aktuellen Zeit, geprägt von Inflation, explodierenden Energiepreisen, Fachkräftemangel, Rohstoffengpässen, Preisdruck, Digitalisierung, Onlineshops, Bürokratie und Rezession bedarf es eines kompletten Rundumblicks, um optimal auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Anita Mayer warb bei den Anwesenden um neue Ideen, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern.

Bürgermeister Christian Schweiger betonte, dass wichtige und starke Verbände auf Landes- und Bundesebene von großer Bedeutung seien, er begrüße jederzeit den Austausch untereinander. Ihm gehe es darum, noch intensiver zu erfahren, was die Betriebe und die Bürgerinnen und Bürger belaste, um besonnen in die Zukunft zu blicken. Das Thema Wasserstoff zum Beispiel ist ein Zukunftsthema, dem in Kelheim bereits vorausschauend der Weg geebnet wurde.

Als große Bereicherung sieht er auch die neue Ausbildungsmöglichkeit zur Kinderpflegerin / zum Kinderpfleger. Zu dieser neuen Aufgabe übergab er das Wort an Hans Huber, der das Fachschulzentrum leitet. Huber ging auf die Auszubildenden in den Fachklassen ein und erklärte, wie wertvoll weitere Aufbaumöglichkeiten und eine duale Ausbildung sein können.

Weitere Teilnehmer des „CSA-Talk to You!“ waren Josef Lechner und Brauereiingenieur Grandl von Schneider Weiß, Christoph Kühnl, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Kelheim, die Brüder Baumann von der Firma Schmitzer in Kelheim / Riedenburg, Armin Betz von der Kreissparkasse Kelheim, Manuel Lorenz von der IHK, Wolfgang Ott von der Fa. Fibres, Angela Schneider vom Landesamt für Pflege und Bezirksrätin Hannelore Langwieser. Diskutiert wurden die Themen Ausbildung, Bürokratieabbau, Digitalisierung, Gaspreisbremse, Strompreis und Fachkräftemangel.

Anita Mayer dankte abschließend allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den gelungenen Abend und wünschte ihnen, die (neu geschaffenen) Verbindungen weiter zu verstärken.

      
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CSA- Talk to You!“ lädt die CSA-Kreisvorsitzende von Kelheim für den  

Donnerstag den, 17.11.2022 um 19.00 Uhr
in der Gaststätte Weißes Brauhaus, Jägerstüberl, Emil Ott Straße 5 in Kelheim, ein.
 

Bürgermeister Christian Schweiger berichtet  über aktuelles der Stadtpolitik und die wirtschaftliche Lage der Kreisstadt  Kelheim. Wir möchten aber vor allem mit ansässigen Unternehmer und Vertreter sozialer Verbände sprechen, über Anliegen die Sie im Arbeitsalltag beschäftigen,
besonders interessieren uns ihre  Zukunftsideen damit die Kreisstadt Kelheim ein guter Standort für unsere Arbeitnehmer bleibt!



Niederbayern – CSA verlangt endlich Klarheit über die Energieversorgung und die zu erwartenden Energiekosten für Haushalte im kommenden Winter

Der Vorstand der Niederbayern-CSA, dabei handelt es sich um den Arbeiternehmerflügel der CSU, mit Bezirksvorsitzenden Oliver Antretter hielt eine Sitzung in Otterskirchen ab. 

In seinem Grußwort ging der CSA-Kreisvorsitzende von Passau-Land, Josef Himsl, auf die befürchtete Schließung von bayernweit 2.000 Betrieben und eine Erhöhung der Arbeitslosenzahl ein, die den hohen Energiepreisen geschuldet ist.

Vorstandsmitglied und CSA-Kreisvorsitzender von Straubing-Bogen, Georg Schwarzfischer-Engel ging auf die Situation der Pflege in den Pflegeheimen ein. Ihm sind eine gute Pflege und Bezahlung des Pflegepersonals wichtig. Um die Kosten für die Betroffenen nicht zu überhöhen fordert er, dass die Pflegekosten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe komplett durch Steuern finanziert werden. Weiterhin brauche es, wie in anderen Bundesländern auch, ein Pflegekammer.

Vorstandsmitglied und CSA-Kreisvorsitzender von Landshut, Karl-Josef Wenninger, kritisierte die Regierung und den Sonderweg Deutschlands in der Energiekrise. Es werde moralgetrieben mehr an andere EU-Länder gedacht, als an das eigene Land, so Wenninger. 

 Antretter, der es begrüßte, dass nun auch Rentner eine von der CSA geforderte Energiepauschale von 300 € erhalten, schilderte die Ängste von Menschen mit geringem Einkommen hinsichtlich der historisch hohen und noch steigenden Energie- und Lebensmittelpreise. Nur eine Lohn- und Rentenerhöhung oberhalb der Inflationsrate hinaus kann einen Ausgleich schaffen, wobei es verhindert werden soll, dass sich dadurch Produkte und Leistungen weiter verteuern. Damit nicht auch Reiche von Einmalzahlungen profitieren, könnte, so Antretter, die Verwendung des Einkommenssteuersystems dies gerecht regeln.  Man war sich einig, dass die Energiepreise nicht mehr steigen dürfen, um die Inflation, die sich unter anderem auch auf Krankenversicherungsbeiträge auswirken wird, zu stoppen. Hierfür wäre die Senkung der hohen Steuern auf Energie eine hilfreiche und einfache Maßnahme.

Der CSA-Ehrenvorsitzende und ehemaliger MdB Konrad Kobler forderte, dass es nicht nur eine Gaspreisbremse geben soll, sondern auch der Ölpreis gedeckelt werden muss. Während Stadtbewohner mit Gas heizen, haben Menschen in Dörfern meist keine Alternative zu Öl, dessen Preis sich seit einem Jahr um ca. 140 % auf derzeit   ca. 1,55 € pro Liter erhöhte. Hinzukomme, dass auch der ländliche Bereich kaum von einem angestrebten 49 € Ticket profitieren würden, da das ÖPNV-Angebot zu schlecht sei.

 Eine Diskriminierung der Landbevölkerung, so Kobler, darf nicht sein. Weiterhin solle die EU bezüglich des Gaseinkaufes geschlossener auftreten. Der CSA-Ehrenvorsitzende und ehemaliger MdL Matthäus Strebl hält die Debatte über die Abschaltung von Atomkraftwerken ohne zu wissen, ob im kommenden Winter überhaupt genug Strom vorhanden ist und die ständige Uneinigkeit der Regierung für nicht akzeptabel. Das versteht der Bürger ebenso wenig, wie das Gendern bei Wort und Schrift, so Strebl.

Foto von links: Oliver Antretter, Matthias Anetzberger, Konrad Kobler, Josef Himsl, Georg Schwarzfischer-Engel, Matthäus Strebl 

Arbeitnehmerunion stellt Antrag an CSU-Parteitag 

Steinach/Straubing-Bogen. Eine schonungslose Analyse der Bundesregierung hat sich der Kreisverband der CSU-Arbeitnehmerunion (CSA) für seine letzte Vorstandssitzung vorgenommen. Denn die galoppierenden Energiepreise und die damit einhergehende Inflation erfordern dringende Maßnahmen. „ Diese bleiben jedoch aus oder verpuffen größtenteils“, erläutert Kreisvorsitzender Georg Schwarzfischer-Engel.

Insbesondere fehle ihm eine konsequente und transparente Politik. Die hohen Energiepreise erzeugen enorm hohe Steuereinnahmen. Es gebe also genügend Spielraum für Entlastungen, insbesondere für Gering- und Mittelverdiener sowie Familien. Denn diese Mittelschicht sei der Motor der Wirtschaft, die es so anzukurbeln gelte, so Schwarzfischer-Engel. Ein einfaches Mittel sei auch eine Senkung oder Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel.

Nichtsdestotrotz muss der Staat eine Energiepreisbremse schaffen. Aber nicht nur die Preise für Gas, sondern auch für Strom, Heizöl, Pellets und Fernwärme sind in den vergangenen Monaten enorm gestiegen. Daher ist ein großer Aufschlag nötig, der jede Heizart umfasst. Denn es berge großen sozialen Sprengstoff, wenn man sich das Heizen der eigenen Wohnung nicht mehr leisten könne. Deshalb hat die CSA auch unter Federführung von Schwarzfischer-Engel einen Antrag an den CSU-Parteitag gestellt, der dies fordert.

Auf der Tagesordnung stand auch der Fachkräftemangel. Insbesondere die demographische Entwicklung verschärfe das Problem immer mehr. Daher gilt es, das zweifellos vorhandene Potential an Fachkräften auszuschöpfen, beispielsweise durch Weiterbildungen oder die Nachwuchsförderung etwa in Form der dualen Ausbildung. Denn Berufsbilder wie beispielsweise das Handwerk oder Soziale Berufe bieten große Möglichkeiten für junge Menschen, die es in Schulen und über die Arbeitsagenturen zu bewerben gilt, so Schwarzfischer-Engel.

Beispielhaft sei dafür der Mangel an Pflegekräften. Für die Pflegeausbildung müssen dringend attraktivere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu zähle nicht nur eine angemessene Bezahlung, sondern auch der Abbau von Bürokratie, die Anschaffung von technischen Assistenzsystemen und die Einrichtung flexibler und damit familienfreundlicher Schichtmodelle. Andererseits sei es ebenso wichtig, die hohen Kosten für die Pflegebedürftigen nicht zu vergessen. Eine Pflegevollversicherung würde insbesondere finanziell Schwachen zu Gute kommen und für eine gerechte Finanzierung der Leistungen sorgen.

CSA-Kreishauptversammlung

Die Mitglieder der CSA, der Arbeitnehmer-Union der CSU, trafen sich am Mittwoch, 27. Juli 2022 am Bogenberg, im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ zur Hauptversammlung 2022 des Kreises Straubing-Bogen. In seinem Arbeitsbericht nannte der Vorsitzende Georg Schwarzfischer-Engel zahlreiche Kreis- und Bezirksvorstandssitzungen und Teilnahme an Delegiertenversammlungen. 155 Mitglieder gehören dem Verband Straubing-Bogen aktuell an.

Der Kreisvorsitzende Georg Schwarzfischer-Engel betonte die große Sorge vieler Bürger über die aktuell zunehmende Altersarmut durch steigende Energiekosten, Erhöhung der Lebensmittelpreise und zunehmender Inflation. Die CSA fordert die Abschaffung der Doppelbesteuerung bei den Rentnern und eine Energiezulage von 300 Euro für die Rentner. Auch die Pendlerpauschale für die notwendige Fahrt zur Arbeit muss auf 40 Cent vom ersten Kilometer an festgesetzt werden. Die Abschaffung der kalten Progression sei eine Forderung der CSA für alle Bürger mit niedrigen bis mittleren Einkommen.

Besser Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Eine Antwort der Politik erwarten die Pflegekräfte. Die CSA fordere seit Jahren eine Pflegereform für alle Pflegekräfte. Auch die Notwendigkeit von mehr Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen sprach Georg Schwarzfischer-Engel an. Die Pflegekräfte in Kliniken und Pflegeeinrichtungen erwarten bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu gehört die Erhöhung der Planstellen, Abbau von Bürokratismus, Erhöhung der Gehälter. Die Pflegekräfte fordern eine Pflegekammer die von der CSA voll unterstützt wird. Man müsse mehr Begeisterung für den Beruf wecken um junge Menschen gewinnen zu können. Die Politik sollte den Vorschlag des Bundespräsidenten für ein soziales Pflichtjahr aufnehmen.

Auch für Handwerker müssen mehr Anreize geschaffen werden, die Ausbildungsgarantie reiche hier nicht aus. Jeder Auszubildende müsse einen erfolgreichen Abschluss als Fachkraft beenden können.

Energiesicherheit und Fachkräftemangel

Bundestagsabgeordneter Alois Rainer informiert die Mitglieder zu aktuellen Themen aus der Bundespolitik. Sein Themenfeld reichte von der Wirtschafts- und Sozialpolitik, Steuergerechtigkeit, Kalte Progression, Energiesicherheit, Fachkräftemangel, Altersversorgung, Wahlrechtsreform, Ukrainekrieg bis hin zur allgemeinen Gesellschaftspolitik.

Ein Thema, das alle beschäftige, sei derzeit die Energiesicherheit mit Blick auf die Wintermonate. Die Bundesregierung müsse endlich tätig werden, um die Menschen in Deutschland zu schützen. Eine Möglichkeit die Krise zu meistern, wäre die Kernkraftwerke länger laufen zu lassen. Man müsse auch die moderne Atomkraft erforschen, um jetzt alte Brennstäbe noch nutzen zu können. Bürger die mit wenig Geld auskommen müssen in Zukunft unterstützt werden. Es bedarf einer Unterstützung in den Bereichen Heizöl, Gas, Benzin sowie Lebensmittel. „Die Kosten, die das Neuneuroticket verursacht hat, wären im öffentlichen Personennahverkehr sinnvoller angelegt gewesen“, so Rainer.

Der negative Trend der letzten Jahre des Fachkräftemangels setze sich fort. An Bildungsoffensiven für Weiterbildungen sowie Nach- und Teilqualifizierungen müsse gearbeitet werden. Man sollte die Sehnsucht nach einem Handwerks- oder Pflegeberuf wieder lehren. Man brauche Akademiker und Handwerker, beide sollte man nicht gegeneinander ausspielen. Zu denken geben sollte jedoch ein Signal der Bundesregierung, dass Menschen die Arbeiten könnten und dies aber nicht tun, zukünftig keinerlei Sanktionen mehr befürchten müssen.

Der Ehrenvorsitzende der CSA Matthäus Strebl nannte es Fehler im Bundestag die zum Handwerkermangel geführt haben. Es sei für weiterführende Schulen Werbung gemacht worden, die den Ehrgeiz der Eltern geweckt hätten. In den Parlamenten sollten sich eigentlich viele Berufe widerspiegeln, um die Realität im Volk zu erfahren. Auch Einwanderer sollten für den Staat nützlich sein. Hier sollten Arbeitsgenehmigungen leichter erteilt werden. Aber auch die Ausländer müssen sich integrieren und dies beginnt mit der deutschen Sprache.

Der Bezirksvorsitzende der CSA Oliver Andretter sieht mehr Arbeitslose im Winter. Kein Gas und kein Strom und somit keine Produktion werden die Arbeitslosenzahlen nach oben steigen lassen. Andretter macht auf das Problem der zu wenigen Rettungskräfte aufmerksam. Zum Teil können die Rettungskräfte nicht bei Notfällen nicht eingreifen, weil Notärzte nicht zur Verfügung stehen.

Die Bürger erwarten von der Politik ehrliche Antworten auf die Probleme und Fragen, so Georg Schwarzfischer-Engel bei seinem Schlusswort. Die CSA werde weiterhin als Anwalt der Arbeitnehmer mit starker Stimme die Interessen vertreten.

Matthäus Strebl, CSA Ehrenbezirksvorsitzender, Oliver Antretter CSA Bezirksvorsitzender, MdB Alois Rainer, Astrid Wargitsch, Kreisschriftführerin, Sebastian Riesner und Detlev Schneider, stellv. Kreisvorsitzende, Georg Schwarzfischer-Engel, CSA Kreisvorsitzender und Wolfgang Simmel, Kreisschatzmeister v.

Steinach. Die hohe Inflation und die gestiegenen Staatsausgaben in Folge der Coronakrise und des Kriegs in der Ukraine macht der CSU-Arbeitnehmer-Union (CSA) im Landkreis Straubing-Bogen Sorgen. Denn dies darf auf keinen Fall zu Lasten des Sozialstaates gehen, so CSA-Kreisvorsitzender Georg Schwarzfischer-Engel. Insbesondere dem Vorschlag eines möglichen höheren Renteneintrittsalters erteilte der Kreisvorstand eine entschiedene Absage. Vielmehr sollte die Bundesregierung eine Steuerreform anschieben, um mehr Steuergerechtigkeit zugunsten kleiner und mittlerer Einkommen zu erreichen. Hier sollte ergebnisoffen diskutiert werden, ob und wie Spitzenverdiener stärker herangezogen werden sollten, ohne den Mittelstand zu belasten.

Ein Leib- und Magenthema der CSA wie auch der CSU ist die Abschaffung der kalten Progression. Dass ein höheres Brutto nach einer Lohnerhöhung zu einem geringeren Netto führen kann, sei Vielen nicht bewusst und muss dringend beseitigt werden, betonte Schwarzfischer-Engel. Es wäre definitiv sinnvoller gewesen, die Aufwendungen der Spritpreisbremse in dieses Projekt zu stecken. Denn jeder sehe an der Tankstelle, dass die temporäre Steuersenkung nicht in vollem Umfang an den Verbraucher weitergegeben werde. Die Ampel-Koalition muss sich schleunigst überlegen, wie hier gegengesteuert werden könne.

Breiten Raum nahm in der Sitzung auch die Pflege ein. Um die Situation für Pflegende und Pflegebedürftige zu verbessern, sei eine flächendeckende Tagespflege schnellstmöglich auszubauen. Für beide Seiten sei es wichtig, dass die Pflege im ländlichen Raum vor Ort mit kurzen Wegen gelingen kann. Auch ein Rechtsanspruch auf Tagespflege dürfe kein Tabu sein. Dafür seien zwar große Anstrengungen nötig, die es in der Pflege aber in jedem Fall benötige, so Schwarzfischer-Engel, der selbst viele Jahre lang eine Pflegeeinrichtung in Straubing leitete.

Der Arbeitnehmerflügel der CSU, der sich auch um soziale Themen annimmt, kam zur konstituierenden Bezirkssitzung in Steinach zusammen. Der CSA-Bezirksvorsitzende Oliver Antretter freute sich über die Teilnahme der beiden Ehrenvorsitzenden Konrad Kobler, ehemaliges Mitglied des Landtages und Matthäus Strebl, ehemaliges Mitglied des Bundestages.  Georg Schwarzfischer-Engel, CSA-Kreisvorsitzender Straubing-Land, ging in seinem Grußwort auf fehlendes und zu schlecht bezahltes Personal in der Pflege und in Erziehungseinrichtungen ein, dem entgegengesteuert werden müsse und wünscht sich einen Ausbau des ÖPNVs vor allem für die 102.000 Straubinger Landkreisbewohner. Matthäus Strebl sieht in der Pflege aber auch in der  Rentenentwicklung eine große Herausforderung, da die Anzahl der Rentner steige und die Zahl der berufstätigen Bevölkerung aufgrund der demografischen Entwicklung abnimmt.  Beides, ergänzt Antretter, wirkt sich auch negativ auf zukünftige Krankenversicherungskosten aus, was verhindert werden soll. „Wir brauchen wieder mehr junge Leute, die eine Handwerksaubildung durchlaufen und nicht nur Akademiker werden“ fordert Strebl bei dem Thema Ausbildung. Konrad Kobler kritisiert, dass die 300 € Energiezulage als Ausgleich für die Energiekosten die Rentner nicht erhalten sollen. Vor allem dieser Personenkreis sei  von Armut betroffen  und aufgrund des Alters nicht in der Lage Abhilfe zu schaffen.  Die Rentenerhöhung von 5,35 Prozent in Westdeutschland kann die Inflationsrate nicht,  wie  oft von FDP-Politikern behauptet wird, ausgleichen, so Kobler. Die Niederbayern-CSA spricht sich daher eindeutig dafür aus, dass die 300 € aus gerechtigkeitsgründen auch Rentenempfänger erhalten müssen. In der Sitzung wurde weiterhin das 9 – Euro-Ticket thematisiert. Für die Straubinger CSA-Kreisvorsitzende Katharina Dilger stellt dieses  bei den hohen Kraftstoffpreisen im ländlichen Raum keine Option für Pendler dar. Einig sprach sich der CSA-Vorstand gegen die Idee Saskia Eskens, SPD,  aus, ein Tempolimit auf Autobahnen und Fahrverbote einzuführen, zumal der Verdacht gegeben ist,  dass Energiekonzerne künstlich die Spritpreise hoch halten und Versäumnisse des Bundeskartellamtes vorliegen könnten. Für die stellvertretende CSA-Bezirksvorsitzende Anita Mayer reicht auch der beschlossene Mindestlohn von 12 € nicht aus. Vor allem Verheirateten blieben in Steuerklasse 5 nicht einmal 7 € netto davon über. Antretter informierte über die dringende Notwendigkeit ein Landesgehörlosengeld einzuführen, das es beispielsweise auf Antrag in einigen Bundesländern gibt. In Bayern, so Antretter, würden ca. 15.000 gehörlose oder hochgradig schwerhörige Menschen davon profitieren. Für diesen Personenkreis entstehen oft erhebliche, selbst zu zahlende Mehrkosten, wenn beispielsweise ein Gebärdendolmetscher benötigt wird.  Vorstellbar wäre daher ein Betrag von mindestens 380 € monatlich. Daher schließt sich die Niederbayern-CSA bei dieser Forderung und für mehr Barrierefreiheit dem Bayerischen Landesverbandes der Gehörlosen und dem VdK an. Gespräche, so Antretter, wurden bereits geführt. 

Mitglieder des Vorstandes der CSA-Niederbayern mit den Ehren-Bezirksehrenvorsitzenden Matthäus Strebl (rechts), Konrad Kobler erste Reihe (Dritter von rechts)
Der CSA Kreisvorsitzende Straubing Land, Georg Schwarzfischer-Engel.